Vereinsstatuten

SCHWEIZERISCHER VERBAND FÜR GASTRONOMIE- UND
GEMEINSCHAFTSVERPFLEGUNGS – SYSTEME (SVGG)

ASSOCIATION SUISSE DES SYSTEMES POUR LA GASTRONOMIE ET
LA RESTAURATION COLLECTIVE

ASSOCIAZIONE SVIZZERA PER SISTEMI GASTROMICI E
MENSE COLLETTIVE


1. Name

Die Vereinigung führt den Namen:

„Schweizerischer Verband für Gastronomie- und Gemeinschaftsverpflegungs-Systeme (SVGG)“.

 


2. Sitz

Der Rechtssitz des SVGG ist die Adresse der Geschäftsstelle.

 


3. Gesellschaftsform, Geschäftsjahr und Dauer

Der SVGG ist ein als Verein konstituierter, nicht gewinnorientierter Wirtschaftsverband.
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Dauer des Vereins ist unbestimmt.

 


4. Zweck und Grundsätze des Verbandes

4.1. Der SVGG wahrt die gemeinsamen Interessen der Mitglieder auf fachlichem und technischem Gebiet.

4.2. Der SVGG bezweckt transparente Marktverhältnisse und eine dauerhafte, gute Partnerschaft mit den Kunden und Branchenbeteiligten.

4.3. Der SVGG nimmt Stellung gegenüber Behörden, Organisationen und Öffentlichkeit zu branchenrelevanten und wirtschaftlichen Themen.

4.4. Die Ziele und Aktivitäten des SVGG richten sich nach dem von der Vereinsversammlung genehmigten, detaillierten Leitbild.

 


5. Mitgliedschaft

5.1. Über den Aufnahmeantrag entscheidet die Vereinsversammlung mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Die Information an den Antragsteller bei Ablehnung eines Aufnahmegesuches erfolgt ohne Begründung.

5.2. Mitglied des SVGG kann jeder in der Schweiz tätige Geräte- und Apparate-Lieferant, Chemie-Lieferant sowie Einrichter von Gastronomie- und Gemeinschaftsverpflegungs-Systemen werden, der folgende Voraussetzungen erfüllt:

5.2.1 Anbieter von

  • thermischen Grossküchen-Apparaten
  • Kälte-Einrichtungen (Maschinen, Möbel)
  • Geschirrspülmaschinen inkl. Dosiertechnik
  • Kaffee- und Küchenmaschinen
  • Lagereinrichtungen
  • Einrichtungen und Anlageteile
    aus Edelstahl (Küche/Buffet)
  • Buffet-Anlagen
  • Speiseverteil-Geräten
  • Gastronorm-Behälter inkl. Zubehör
  • fahrbaren Einheiten
  • Wasserbehandlungssystemen
  • Reinigungs- und Desinfektionsmitteln.

5.2.2. Erfüllen der nachfolgenden Qualitätskriterien

  • Beachtung schweizerischer Vorstellungen in Bezug auf Qualität, Transparenz bei Ange-boten, Produktion, Lieferung/Ausführung,Service und Termine
  • Beachtung anerkannter betriebswirtschaftlicher Grundsätze
  • Einhaltung sämtlicher in der Schweiz oder in der EU geltenden
    technischen Vorschrif-ten, vor allem in Bezug auf Sicherheit
  • Definierte und transparente Garantieleistungen
  • Verpflichtung zu vernünftigen Ersatzteillieferungen, vor allem in Bezug auf Verfügbarkeit
  • Wahrung der Transparenz in der Werbung
  • Anerkennung des Prinzips des verantwortungsbewussten Umgangsmit den natürlichen Lebensgrundlagen und den Ressourcen
  • Anerkennung der Entscheide der Ombudsstelle.

5.2.3. Zahlung des Jahresbeitrages.

5.2.4. Teilnahme an der jährlichen Marktstatistik.

5.3. Die Mitglieder haben gleiche Rechte und Pflichten.

5.4. Die Mitgliedschaft endet durch

5.4.1. Kündigung mit eingeschriebenem Brief auf Ende eines Geschäftsjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten.

5.4.2. Aufgabe der Geschäftstätigkeit gemäss Art. 5.2.

5.4.3. Schulden des finanziellen Beitrages trotz mehrmaliger schriftlicher Mahnungen.

5.4.4. Verletzung der Statuten, Grundsätze oder Qualitätskriterien.

5.4.5. Ausserordentliche Vorkommnisse

Über den Ausschluss entscheidet die Vereins-Versammlung mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft verliert das Mitglied alle Ansprüche auf das Vereinsvermögen.

 


6. Organe des Verbandes

6.1. Vereinsversammlung

6.2. Vorstand, bestehend aus dem Präsidenten und 4-9 Delegierten

6.3. Geschäftsstelle

6.4. Revisoren

 


7. Vereinsversammlung

7.1. Der Vereinsversammlung obliegt die Entscheidung in allen Fragen von grundsätzlicher Bedeutung,
insbesondere

7.1.1. Wahl des Präsident

7.1.2. Festsetzung von Beiträgen

7.1.3. Änderung der Statuten

7.1.4. Entgegennahme des Jahresberichtes und Entlastung des Präsidenten und des Geschäftsführers.

7.1.5. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausschluss von Mitgliedern

7.1.6. Andere Mitgliedschaften

7.2. Die ordentliche Vereinsversammlung muss mindestens einmal im Laufe des Geschäftsjahres stattfinden. Weitere Versammlungen sind einzuberufen, wenn dies von mindestens 1/4 der Vereinsmitglieder schriftlich verlangt wird oder wenn die Aufgaben dies erfordern.

7.3. Die Einladung zur Vereinsversammlung soll jedem Mitglied im Minimum 4 Wochen vor dem Sitzungstermin unter Bekanntgabe der Traktanden und schon bekannten Anträgen zugestellt werden.

7.4. Jede Mitgliedsfirma hat eine Stimme.

7.5. Jede ordnungsmässig einberufenen Vereinsversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 1/3 der Mitglieder anwesend ist.

7.6. Die Beschlüsse werden durch einfache Stimmenmehrheit gefasst mit Ausnahme von

  • Änderungen der Statuten
  • Aufnahme neuer Mitglieder
  • Ausschluss eines Mitgliedes
  • Auflösung des Verbandes

für welche eine Mehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder erforderlich ist.

Anträge zu den obigen 4 Ausnahmen sind mit der Einladung bekanntzugeben.

7.7. Über jeder Vereinsversammlung, insbesondere über die Beschlüsse, ist ein Protokoll anzufertigen, das von dem Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist.

 


8. Präsident und Vorstand

8.1. Der Präsident und Vorstand des Verbandes werden durch die Vereinsversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Sie bleiben so lange im Amt, bis Neuwahlen stattfinden. Die Wiederwahl ist zulässig, jedoch maximal für eine weitere Amtsdauer.

8.2. Der Präsident hat die Innehaltung der Statuten sowie die Durchführung der durch die Vereinsversammlung gefassten Beschlüsse zu überwachen. Er vertritt die Interessen des Verbandes gegenüber Dritten und wird dabei vom Vorstand unterstützt.

8.3. Der Vorstand konstituiert sich selbst.

8.4. Der Präsident lässt die Vereinsversammlung einberufen und leitet diese. Die Geschäftsstelle ist dem Präsidenten unterstellt.

 


9. Geschäftsstelle

9.1. Die laufenden Geschäfte des Verbandes werden durch eine von den Vereinsmitgliedern unabhängige Geschäftsstelle mit einem Geschäftsführer/in erledigt (nachfolgend Geschäftsstelle genannt).

9.2. Die Geschäftsstelle wird durch die Vereinsversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt, erstmalig jedoch für 1 Jahr. Eine mehrfache Wiederwahl ist zulässig.

9.3. Sie erhält ihre Weisungen vom Präsidenten und hat die Geschäfte nach Massgabe der Satzung und der Beschlüsse unparteiisch und nach besten Kräften zu führen.

9.4. Sie hat die zu ihrer Kenntnis gelangten Geschäfts- und Betriebsvorgänge geheimzuhalten.

9.5. Die Geschäftsstelle nimmt an allen Vereinsversammlungen mit beratender Stimme teil.

 


10. Revision

Die Revision der Jahresrechnung erfolgt durch 2 Mitglieder-Vertreter, die für 2 Jahre gewählt werden. Die Wiederwahl für eine weitere Amtsdauer ist möglich.

 


11. Beiträge

Zur Bestreitung der Verbandskosten werden Beiträge erhoben, deren Höhe von der Vereinsversammlung beschlossen wird.

Der Jahresbeitrag ist auf maximal Fr. 2’000.– pro Mitglied beschränkt. Für die Verbindlichkeiten des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen.

 


12. Mitgliedschaft und/oder Zusammenarbeit mit anderen Branchen-Verbänden oder Organisationen

 12.1. Zur Förderung seiner Aufgaben kann sich der SVGG anderen Branchenverbänden und/oder Organisationen (national oder international) anschliessen, soweit diese den Verbandszielen gleichgerichtet sind, oder hierfür eigene Arbeitsgemeinschaften bilden.

12.2. Die vom SVGG gebildeten Arbeitsgemeinschaften führen den Namen Arbeitsgemeinschaft (Nähere Bezeichnung) im Schweizerischen Verband für Gastronomie- und Gemeinschaftsverpflegungs-Systeme (SVGG) und sind Teile des Verbandes.

12.3. Solche Mitgliedschaften sowie die zur Deckung der Kosten notwendigen Beträge werden von der Vereinsversammlung im Rahmen des Jahresbudgets bewilligt.

12.4. Für Arbeitsgemeinschaften im SVGG gilt diese Satzung sinngemäss.

 


13. Ombudsstelle

Der Verein verfügt über eine Ombudsstelle, die von Behörden, Organisationen, SVGG-Mitgliedern, aber vor allem von Kunden bei relevanten Meinungs- verschiedenheiten in Branchenfragen angerufen werden kann. Jede Verbandsfirma muss mindestens einen eigenen Fachmann für diese Ombudsstelle nominieren. Die Ombudsstelle setzt sich aus drei geeigneten Fachleuten zusammen und wird fallweise vom Vorstand konstituiert.

Die Anrufung der Ombudsstelle erfolgt via Geschäftsstelle.

 


14. Auflösung des Verbandes

14.1. Zur Auflösung des Verbandes ist ein Beschluss der Vereinsversammlung mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich.

14.2. Nach erfolgter Auflösung und Liquidation ist die Liquidationsmasse unter den Mitgliedern zu verteilen, nach Massgabe der in den letzten drei Jahren vor der Auflösung von diesen geleisteten Beiträgen.

 


15. Inkrafttreten

Diese Statuten treten am 26. Oktober 1995 in Kraft.


Revidiert am 14. April 1999 und am 7. April 2005